Deutschland wird älter – und das verändert auch die Anforderungen an die Zahnmedizin. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist jeder zweite Mensch in Deutschland älter als 45, jeder fünfte sogar älter als 66 Jahre.
Für unsere Zahnarztpraxis in Burgwedel bedeutet das nicht einfach »mehr ältere Patienten«. Es geht um eine angepasste Versorgung: Zähne sollen möglichst lange erhalten bleiben, Zahnersatz muss funktionell und pflegegerecht sein und unsere Praxis muss auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder Pflegebedarf ausgestattet und erreichbar sein.
Zahnerhalt wird im Alter immer wichtiger
Wer heute 70 oder 80 Jahre alt ist, hat häufig noch deutlich mehr eigene Zähne als frühere Generationen. Die aktuellen Ergebnisse der Sechsten Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS 6) zeigen, dass Prävention die Mundgesundheit über die Lebensspanne verbessert. An der DMS 6 nahmen zwischen 2021 und 2023 rund 4000 Menschen an 90 Standorten in Deutschland teil.
Für uns als Zahnärzte bedeutet das: Der Schwerpunkt verschiebt sich zunehmend von der reinen Reparatur hin zu Zahnerhalt, Prophylaxe und langfristiger Betreuung.
Regelmäßige Kontrollen können beispielsweise dazu beitragen, Karies, Parodontitis, undichte Füllungen oder Probleme mit Zahnersatz frühzeitig zu erkennen. Gerade bei älteren Patienten ist entscheidend, ob man weiterhin gut kauen, sprechen und die Mundhygiene selbstständig durchführen kann.
Parodontitis, Mundtrockenheit und Zahnersatz im Blick behalten
Mit zunehmendem Alter können zusätzliche Faktoren die Mundgesundheit beeinflussen. Dazu gehören beispielsweise chronische Erkrankungen, Medikamente oder eingeschränkte motorische Fähigkeiten.
Ein typisches Beispiel ist Mundtrockenheit. Wenn weniger Speichel vorhanden ist, kann das Essen, Schlucken und Sprechen beeinträchtigt werden. Gleichzeitig kann sich das Risiko für Karies und Beschwerden der Mundschleimhaut erhöhen.
Auch Zahnersatz braucht regelmäßige Kontrolle. Kronen, Brücken, Prothesen und Implantatversorgungen werden nicht nur auf ihre Funktion, sondern auch auf ihre Reinigungsmöglichkeit und den Zustand des umgebenden Gewebes überprüft.
Was können Zahnarztpraxen konkret verändern?
Der demografische Wandel betrifft deshalb auch die Organisation unserer Praxis. Einige Maßnahmen sind sehr konkret:
Prophylaxe: Individuelle Mundhygieneberatung und regelmäßige Kontrollen treten mehr in den Fokus, damit unsere Patienten ihre eigenen Zähne möglichst lange erhalten können.
Beratung: Angehörige oder Pflegepersonen werden in die Mundhygiene einbezogen, wenn unsere Patienten ihre Zahnpflege nicht mehr vollständig selbst übernehmen können.
Anpassung des Zahnersatzes: Bei Veränderungen der Mundsituation prüfen wir, ob vorhandener Zahnersatz noch funktionell und hygienisch geeignet ist.
Demografischer Wandel bedeutet auch: Zahnmedizin für jedes Alter
Der Blick auf ältere Menschen führt in unserer Zahnarztpraxis allerdings nicht dazu, andere Altersgruppen aus den Augen zu verlieren. Das Team unserer modernen Praxis in Burgwedel begleitet Patienten idealerweise über viele Lebensphasen hinweg – vom Milchgebiss über den Zahnerhalt im Erwachsenenalter bis zur Alterszahnmedizin.
Der demografische Wandel macht dabei vor allem eines deutlich: Zahnerhalt wird zu einer langfristigen Aufgabe. Je mehr Menschen ihre eigenen Zähne bis ins hohe Alter behalten, desto wichtiger werden Prävention, Parodontitistherapie, individuelle Prophylaxe, Zahnersatzkontrollen und eine Behandlung, die sich an den tatsächlichen Fähigkeiten und Lebensumständen unserer Patienten orientiert.
(Dieser Beitrag wurde am 23.9.2026 erstellt und am 24.9.26 online gestellt.)

