MIH (Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation)

Herzlich willkommen auf der Website der Zahnarztpraxis Dr. Feld-Bornemann in Burgwedel!

MIH (Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation)

Die Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) – oft auch als »Kreidezähne« bezeichnet – ist eine häufige Zahnerkrankung bei Kindern und Jugendlichen. Dabei sind vor allem die ersten bleibenden Backenzähne (Molaren) und Schneidezähne (Inzisiven) betroffen. Für Sie als Eltern stellen sich sicher diese Fragen: Was steckt dahinter? – Wie kann man MIH behandeln? – Ist Vorbeugung möglich?

Was ist MIH überhaupt?

MIH ist eine Störung der Zahnschmelzbildung. Der Zahnschmelz ist in diesem Fall nicht ausreichend mineralisiert, wodurch die betroffenen Zähne empfindlicher und anfälliger für Schäden sind.

Typische Anzeichen sind:

  • Weiß-gelbliche oder bräunliche Flecken auf den Zähnen
  • erhöhte Schmerzempfindlichkeit (z. B. bei Kälte oder Süßem)
  • instabiler Zahnschmelz
  • Schwierigkeiten beim Zähneputzen aufgrund von Schmerzempfindlichkeit

Die Beschwerden können unterschiedlich stark ausgeprägt sein: von rein optischen Veränderungen bis hin zu deutlichen Schmerzen.

Ursachen von MIH: Was sind die Auslöser?

Die genauen Ursachen sind bis heute nicht vollständig geklärt. Zahnmediziner gehen davon aus, dass mehrere Faktoren zusammenwirken.

Mögliche Ursachen sind:

  • Erkrankungen im frühen Kindesalter (z. B. Fieber, Infektionen)
  • Antibiotikagaben in den ersten Lebensjahren
  • Umweltfaktoren
  • Störungen während der Zahnentwicklung

Wichtig zu wissen: MIH entsteht bereits in der Phase der Zahnbildung – lange bevor die Zähne sichtbar sind.

Behandlung, Variante 1

Die gute Nachricht: MIH ist behandelbar. Welche Therapie zum Einsatz kommt, hängt vom Schweregrad ab.

Mögliche Behandlungsformen:

  • Fluoridierung: Stärkt den Zahnschmelz und reduziert Empfindlichkeiten
  • Versiegelungen: Schützen die betroffenen Zähne vor äußeren Einflüssen
  • Füllungen oder Kronen: Bei bereits stärker geschädigten Zähnen
  • Schmerzmanagement: Spezielle Lacke oder Schutzmaßnahmen

Gerade bei empfindlichen Zähnen ist eine einfühlsame Behandlung entscheidend, damit Kinder Vertrauen zu unserem Team aufbauen können.

Behandlung, Variante 2

Die ICON-Methode können wir in bestimmten Fällen auch bei MIH einsetzen. Besonders bei milden bis moderaten MIH-Veränderungen an den Frontzähnen kann ICON helfen, weiße, gelbliche oder bräunliche Schmelzflecken optisch zu verbessern und den porösen Zahnschmelz zu stabilisieren.

Wir schleusen einen speziellen Kunststoff in die porösen Bereiche des Zahns ein. Dadurch wirken die Verfärbungen oft deutlich unauffälliger und der Zahnschmelz kann widerstandsfähiger werden.

Wichtig ist jedoch: ICON eignet sich nicht für jede Form von MIH. Bei stark geschädigten Zähnen sind häufig andere Therapien wie Versiegelungen, Füllungen oder Kronen notwendig (siehe oben). Deshalb geht dem Ganzen eine genaue Diagnose voraus und wir passen die Planung der Therapie individuell an.

Kann man MIH vermeiden?

Da die genauen Ursachen nicht eindeutig geklärt sind, ist eine gezielte Vorbeugung nur eingeschränkt möglich. Dennoch gibt es Maßnahmen, die helfen können, die Zahngesundheit zu stärken:

  • regelmäßige Zahnarztbesuche ab dem frühen Kindesalter
  • gründliche Mundhygiene mit fluoridhaltiger Zahnpasta
  • zahngesunde Ernährung (wenig Zucker, wenig säurehaltige Getränke)
  • frühzeitige Kontrolle der bleibenden Zähne

Je früher wir MIH erkennen, desto besser können wir den Verlauf positiv beeinflussen.

Ist eine normale Zahnarztbehandlung möglich?

Ja – eine Behandlung bei Ihrer Zahnärztin ist nicht nur möglich, sondern sehr wichtig. Bei MIH-Patienten achten wir auf eine besonders schonende und individuell angepasste Vorgehensweise.

Empfindliche Zähne reagieren stärker auf Reize; wir setzen auf:

  • schmerzarme Techniken
  • kindgerechte Betreuung
  • individuelle Behandlungskonzepte

Unser Ziel ist es, die Zähne langfristig zu erhalten und gleichzeitig die Behandlung für Ihr Kind so angenehm wie möglich zu gestalten.

Früh erkennen und gezielt behandeln

MIH ist keine Seltenheit, aber gut behandelbar. Entscheidend sind eine frühe Diagnose und individuelle Betreuung. Mit der richtigen Therapie und regelmäßiger Kontrolle in unserer Burgwedeler Praxis können wir Beschwerden lindern und Folgeschäden vermeiden.

Unser Tipp: Bei Auffälligkeiten an Kinderzähnen sollten Sie zeitnah einen Kontroll-Termin bei uns vereinbaren. Wir schauen uns das an und beraten Sie zum weiteren Vorgehen.

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